Tagung der nationalen Tennisturnierveranstalter in Braunschweig

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German Masters Series presented by Tretorn 2016

Braunschweig. Am Ende eines Jahres gilt es Bilanz zu ziehen, was auch für die vom Deutschen Tennis Bund (DTB) in der German Masters Series presented by Tretorn zusammengeschlossenen Tennisturnierveranstalter gilt. In dieser weltweit einzigartigen Turnierserie, die es seit 40 Jahren in Deutschland gibt, zu der auch Future Nord aus Kaltenkirchen gehört, wurden in diesem Jahr wiederum über 50 Tennisturniere ausgetragen.

Neben nationalen Damen- und Herren-Preisgeldveranstaltungen sowie der internationalen ITF-Future-Circuit-Serie mit einer Dotierung von 10.000 bis 50.000 US-Dollar Preisgeld, zählt auch das mit 105.000 Euro + Hospitality-Preisgeld ausgestattete ATP-Challenger >Sparkassen Open< in Braunschweig dazu. In Steinwurfnähe zur Tennisanlage trafen sich am vergangenen Wochenende (25. bis 27. November) rund 70 Veranstalter im Steigenberger Parkhotel zur Jahrestagung. 

 

Seitens des DTB bedankte sich Vizepräsident Bernd Greiner für dieses Engagement bei den Ausrichtern, denn sie tragen maßgeblich zur positiven Darstellung des deutschen Tennissports bei und sind ein wichtiger Teil der nationalen Nachwuchsförderung. NTV-Präsident Gottfried Schumann stellte für den Niedersächsischen Tennisverband in diesem Zusammenhang den Stellenwert seines Verbandes hervor. Neben dem Landesausbildungszentrum in Bad Salzdetfurth ist in Hannover die Tennisbase angesiedelt zu der das NTV-Landesleistungszentrum und der DTB-Bundesstützpunkt zählen. „Sozusagen die Basis für den DTB", so Schumann. „Den neben Braunschweig finden, mit Unterstützung des Verbandes, auch noch ITF-Turniere in Braunschweig und in Bad Salzdetfurth statt." Von großer Bedeutung sprach Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth von den >Sparkassen Open< und nach seiner Aussage liegt ihm das Turnier am Herzen, denn „es ist uns das auch teuer und wert." Bereits dreimal erhielten die Braunschweiger einen ATP-Award als >Challenger des Jahres< und neben der Freude darüber, blickte der OB bereits in die Zukunft: „Wir werden uns weiterhin dafür engagieren und die Qualität des Turniers ausbauen", sagt Markurth. „Damit es im nationalen Tennissport weitergeht."

 

Inhaltlich beschäftigten sich die Teilnehmer nach den Gastvorträgen von Stephan Albers, der die Partnerschaft seines Online-Unternehmens >TennisPoint< im Bezug auf Vereins- und Trainerkooperationen erläuterte, sowie >Erfolgreich arbeiten mit Social Media< von Björn Hesse (Twitter) mit der neuen Leistungssportkonzeption des DTB. Sportdirektor Klaus Eberhard stellte die Ziele für die Jahre 2017 bis 2020 vor, die auf drei Säulen basieren: „Die Individualisierung des Einzelnen verbessern, die Turnierlandschaft stärken und ausbauen und für einen weiteren Bundesstützpunkt beim DOSB kämpfen. Nach Hannover, Stuttgart und Oberhaching benötigen wir einen vierten in einer so großen Region wie in Nordrhein-Westfalen." Zudem sollen Trainer eingestellt werden, die den Bundestrainern Barbara Rittner und Michael Kohlmann dauerhaft zur Seite gestellt werden sollen.

 

Explizit zur German Masters Series führte Eberhard aus, dass es hier zu einer Qualitätssicherung kommen soll und die Turniere entsprechend gestärkt werden. Mögliche finanzielle Unterstützungen sollen aus dem ITF-Live-Scoring generiert und anteilig an die Veranstalter ausgeschüttet werden. Weiterhin bemüht man sich seitens des DTB um einen Haupt- und Namenssponsor für die German Masters Serie, die im kommenden Jahr weiterhin von der Firma Tretorn präsentiert wird. Das schwedische Unternehmen stellt im kommenden Jahr bereits zum dritten Mal sämtlichen Veranstaltern kostenlos die Bälle für ihre Turniere zur Verfügung, was eine Gesamtlieferung von rund 36.000 Tennisbällen ausmacht. Und obwohl die ITF die Preisgeldstruktur teilweise angehoben hat, ist die Zahl der Turniere stabil geblieben.

 

Zwar wurde betont, dass die Sponsorenakquise teilweise problematisch sei, aber insgesamt gebe man sich zuversichtlich. Voraussichtlich kommen insgesamt 55 nationale und internationale Turniere 2017 zur Austragung mit einem Gesamtpreisgeld von etwa einer Million Euro. Mit der Anzahl von 33 ATP- bzw. ITF-Turnieren in Deutschland liegt man in Europa hinter der Türkei (101 Turniere), Italien (70), Spanien (62), Frankreich (46) auf dem fünften Rang vor Rumänien (28) und Tschechien (20). Punktbeste der German Masters Series 2016 wurden Tamara Korpatsch (Ratinger TC Grün-Weiß) mit ihren Titelgewinnen in Darmstadt, Horb und Bad Saulgau sowie der deutsche Meister Oscar Otte (Kölner THC Stadion Rot-Weiss), der unter anderem das Turnier in Überlingen gewonnen hat.

 

Mit dem >Max Büchs Award< für besonderes Engagement im Bereich der Turnierorganisation wurde Rolf Staguhn (Nussloch) ausgezeichnet. Den Turnier-Award erhielten die >Leipzig Open<, die in diesem Jahr ein ITF-Future (25.000 US-Dollar) für Damen und ein nationales Herren-Preisgeld-Turnier (5.100 Euro) ausgerichtet haben. Die Preisverleihung erfolgte am Samstagabend im Rahmen einer festlichen Galaveranstaltung.